Eine grundsätzliche Annahme zu job autonomy ist, dass jeder Mensch ein angeborenes und universelles Verlangen nach Autonomie hat (Deci and Ryan, 1985). Darum erklärt sich die enorme Auswirkung auf die Arbeitsplatzzufriedenheit und die Gesundheit, denn es handelt sich hierbei um ein psychologisches Grundbedürfnis. Somit hat eine Arbeitsumgebung mit geringer Autonomie mit großer Wahrscheinlichkeit einen Effekt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Angestellten. Im Gegensatz dazu zeigen Arbeitsplätze mit hoher Autonomie einen besseren Gesundheitszustand und emotionales Wohlbefinden (Nini, 2016). Dieser Zusammenhang wird in verschiedensten Studien thematisiert. Diese Studien zeigten auch, dass der Zusammenhang zwischen Wohlbefinden bzw Gesundheit und Autonomie unabhängig von den Fähigkeiten der Mitarbeiter zu sein scheint. Es wurde sogar ein Zusammenhang zwischen dem Fehlen von Autonomie und dem Abbau von Wirbelsäulenmuskulatur während der Arbeitszeit festgestellt (Igic et al. 2013) 

Generell ist die Auseinandersetzung mit den psychologischen Grundbedürfnissen bereits seit Maslow’s Bedürfnispyramide und der Existenz, Beziehungen und Wachstum (ERG) Theorie und deren Relevanz nicht neu. Autonomie zählt zu diesen menschlichen Grundbedürfnissen und ist somit auch sehr wichtig für die Arbeit und deren potenzielle Auswirkung auf das Commitment der Mitarbeiter.

Nun wurde auch herausgefunden dass bei einer Vielzahl von Stressfaktoren am Arbeitsplatz (Rollenkonflikt, Rollenüberladung, zwischenmenschlichen Beziehungen, technologische Anforderungen, Unsicherheit,…) sich die Steuerung als Hauptstressfaktor herausbildet. 

Mittlerweile weiß man, dass Stress der Grund für viele Gesundheitsprobleme ist. Viele arbeitsbezogene Stressfaktoren resultieren in verschiedene Formen von Belastung. Das Fehlen von job autonomy wurde als ein besonders relevanter Stressfaktor identifiziert. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Möglichkeit zum Selbstbestimmten arbeiten die Gesundheit, das Wohlbefinden und arbeitsbezogene Aktivitäten der Mitarbeiter stark beeinflusst (Harms, 2011).

Wenn die Mitarbeiter keine Möglichkeit sehen das Ergebnis zu beeinflussen, dann kann das indirekte Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben. Fehlende, wahrgenommene Jobkontrolle kann zur Belastung werden und zu Stress führen. Stress wiederum kann in Zusammenhang mit diversen körperlichen Problemen gebracht werden.

Dazu gehören Bluthochdruck, Herzleiden, Herz-Kreislauf Probleme, Psychologische sowie Belastungssymptome und auch Erkrankungen des Bewegungsapparates (vgl. Duprè et al., 2005).

Dagegen ist perceived job autonomy positiv für die Arbeitszufriedenheit und in weiterer Folge für die Gesundheit. Autonomie im Job bedeutet, wieviel Freiheit die Mitarbeiten über ihre eigene Arbeit und die Entscheidungen die damit verbunden sind, haben. Es wird zwischen Jobs mit hoher und niedriger Autonomie entschieden. Hohe Autonomie im Arbeitsalltag bedeutet, dass die Mitarbeiter selbst darüber entscheiden können welche Aufgaben wann, wie fertiggestellt werden, sie können deren Prioritäten festlegen und die eigenen Arbeitszeiten flexibel gestalten. Niedrige Autonomie lässt hingegen wenig Handlungsspielraum für die eigenen Aufgaben und deren Erfüllung zu. Studien legen nahe, dass ein hohes Maß an Autonomie auch ein hohes Maß an Arbeitszufriedenheit mit sich bringt (Loher et al., 1985).

 

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